Avatar - Aufbruch nach Pandora 2009
Originaltitel: Avatar
von Sebastian Stumbek /
11.12.09 18:10 Uhr
Film Kritik
Handlung
Der neue Film von James Cameron, Regisseur von Terminator 2, Aliens und Titanic.
Vor Jahren wurde Jake Sully schwer verwundet und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt. Als ihm für ein Projekt das Angebot unterbreitet wird, zum weit entfernten Pandora zu reisen, willigt er schnell ein, um seinem für ihn sinnlos gewordenen Leben zu entkommen. Denn dort erwarten ihn unvorstellbar schöne und farbenreiche Landschaften aus üppigen Regenwäldern mit fantastischen Pflanzen und Tieren - manche wunderschön, andere furchterregend. Doch Pandora ist nicht unbewohnt: Die Na'vis sind die Ureinwohner des Planeten und leben im Einklang mit der Natur, die sie umgibt.Pandora ist reich an dem für den Menschen sehr wertvollen Rohstoff Unobtainium. Da der Mensch in der Atmosphäre Pandoras nicht existieren kann, wurde ein wissenschaftliches Projekt initiiert, bei dem genetisch manipulierte Hybride aus menschlicher und Na'vi DNA erschaffen wurden: die so genannten Avatare.
Ein Avatar wird von einem Menschen mental gesteuert, indem das menschliche Gehirn und die Gefühlsrezeptoren über eine spezielle Technologie mit dem Avatar-Körper verbunden sind. Leiterin des Projekts ist die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver), die Jake zunächst skeptisch gegenüber tritt.
Während Jakes Erkundigungen auf Pandora trifft er die junge und schöne Na'vi Frau Neytiri (Zoe Saldana), die ihn sofort fasziniert. Durch sie lernt er nach und nach das Leben und die Kultur der Na'vis kennen.
Doch je mehr Zeit Jake mit den Na'vis verbringt, desto mehr gerät er in einen Konflikt, mit sich selbst und mit seiner Außenwelt. Er muss sich entscheiden, auf wessen Seite er steht - in einem Kampf, der über das Schicksal einer ganzen Welt entscheidet...
Kritik
Seit gut einem Jahr ist "Avatar" ein heißes Gesprächsthema. Wen wundert das aber auch, immerhin handelt es sich hier um den neuen Film von James Cameron, ein Ereignis, das nicht alle Tage stattfindet. Genauer gesagt ist es sogar schon stolze 12 Jahre her, seit wir einen letzten Spielfilm von Cameron im Kino bewundern konnten, denn "Titanic" erschien 1997 und ist bis heute noch der erfolgreichste Film der ganzen Kinogeschichte. Die Erwartungen an Cameron sind selbstverständlich hoch, denn abgesehen von "Titanic", der alle Rekorde in Sachen Einspielergebnisse brach, drehte er vorher Klassiker wie Aliens, Abyss, Terminator 1 und 2 oder True Lies.Nun ist es endlich soweit und "Avatar" startet nach 4 Jahren Produktionszeit in unseren Kinos. Eigentlich wollte Cameron den Film bereits vor 15 Jahren drehen, doch damals reichte die Technik dazu einfach nicht aus. Denn eines der wichtigsten Merkmale von "Avatar", weshalb es auch so lange gedauert hat um ihn fertigzustellen, ist nunmal die eingesetzte Technik. Realszenen werden hier nämlich mit dem Performance-Capture-Verfahren vermischt, dh. Schauspieler treten nicht nur in ihrer normalen menschlichen Form auf, sondern ihre Gesichtszüge, ihr Mimikspiel und ihre Bewegungen werden durch eine neue Methode, die der des Motion Capturings voraus ist, eingefangen und auf den Computer übertragen, so dass sie in Form von animierten Geschöpfen zu sehen sind. Das Ergebnis ist fantastisch geworden: Die Animationen sind großartig, das Ganze wirkt beinahe schon täuschend echt wie die Gesichtszüge portiert wurden und man kann stets die Schauspieler dahinter erkennen. Großartige Arbeit, die die WETA Studios, die zuvor schon die Effekte der "Herr der Ringe"-Trilogie erschafften, da geleistet haben. Aber auch abgesehen vom Performance-Capture-Verfahren sind die Spezialeffekte großartig gelungen: Die Welt von Pandora ist einfach wunderschön anzuschauen, wirkt so voller Magie, toller Lichteffekte und wird bewohnt von allerlei mysteriösen Geschöpfen... am liebsten würde man in die Leinwand eintauchen und die Welt selbst erkunden.
Cameron hat stets betont, dass er seinen Film in 3D drehen wird und die Technik auf diesem Gebiet auf ein neues Level hieven wollte. Es gab ja schon eine Vielzahl von 3D-Filmen, die meisten nutzen den Effekt mittlerweile nur, weil es voll im Trend ist, mit 3D-Brille angeboten zu werden. Nur einige wenige Filme nutzten die Technik bislang sinnvoll und gut aus, zuletzt war das sicherlich "Disneys Eine Weihnachtsgeschichte". Auch "Avatar" darf sich zu den wenigen Filmen zählen, die man sich unbedingt in 3D ansehen sollte, einfach weil es so visuell noch eindrucksvoller wird. Sicherlich wird nicht jeder dazu die Gelegenheit haben, denn nicht jedes Kino bietet die Technik an und wird den Film somit in einer normalen Fassung ausstrahlen, die man sich auch anschauen kann, denn auch darin wird "Avatar" sicherlich Spaß machen, doch wenn man die Gelegenheit dazu schon hat, sollte man sie auf jeden Fall nutzen!
Visuell macht Avatar soweit also schon Mal alles richtig. Wie schaut es aber mit dem Rest aus? Cameron wäre nicht Cameron wenn er es nicht verstünde, aus einer Geschichte alles rauszuholen, den Zuschauer damit bestmöglich zu unterhalten und tolle Charaktere zu erschaffen. An sich ist die Geschichte von "Avatar" natürlich nichts weltbewegendes oder besonderes, was man nicht schon Mal irgendwo gesehen hätte, doch das zählt in diesem Fall nicht, denn die Umsetzung davon macht sie so besonders, so dass sie einfach bestens funktioniert und nicht nur Platzhalter für die Effekte ist, nein, sie und ihre Charaktere werden damit sogar so interessant und mitreissend, dass man regelrecht in sie hineintaucht. Es kommen Themen auf wie Liebe, Freundschaft, Verrat, das herantasten zweier fremder Rassen zueinander, Vetrauen, Zusammenhalt...das Ganze mit jeder Menge großartiger Szenen, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben werden, einfach weil sie einen emotional getroffen haben oder wunderschön anzusehen waren. Emotionen sind in diesem Fall übrigens ein gutes Stichwort, denn davon gibt es in "Avatar" jede Menge und sie machen die Geschichte mitunter auch so besonders. Cameron beweist damit einmal mehr, dass er auch ein guter Geschichtenerzähler ist, denn das Drehbuch zu "Avatar" entstammt seiner Feder.
Unter den Darstellern finden sich auch jede Menge bekannter Namen. Sigourney Weaver, die bereits in "Aliens" unter Camerons Regie arbeitete, gibt in "Avatar" die toughe Wissenschatflerin Grace, die einige besondere Momente beisteuern kann. Eigentlich sollte auch Michael Biehn mit von der Partie sein, doch neben Weaver hätte das viele wahrscheinlich zu sehr an "Aliens" erinnert. Sam Worthington, seit "Terminaor: Salvation" sicherlich jedem ein Begriff, darf in seiner Hauptrolle, sowohl als Mensch als auch als Na'vi, glänzen und macht seine Sache sehr gut. Ebenso muss man Zoe Soldana loben, die man zwar nie in realer Form zu Gesciht bekommt, die aber als Na'vi das wohl beeindruckendste Mimikspiel aufweisen kann. Michelle Rodriguez spielt mal wieder sich selbst, bzw. die Rolle die man von ihr gewohnt ist, nämlich das knallharte Mädchen von nebenan, was ihr aber einfach mal auch gut steht. Einzig Giovanni Ribisi bleibt in seiner kleinen Rolle ein wenig blass.
Es ist immer schön, wenn Filme einen überzeugenden Bösewicht haben oder eine Person, die der Zuschauer richtig zu hassen beginnt, viele Filme enttäuschen ja in dieser Hinsicht. Gratulation an Stephen Lang, der es grandios geschafft hat, den wohl härtesten, zähesten Badass des Jahres zu verkörpern.
Abgerundet werden all die schönen Szenen übrigens noch mit einem gut gelungenen Soundtrack von James Horner ("Titanic", "Braveheart"), der es stets versteht, die Stimmung mit seinen Klängen zu unterstützen und sogar noch kraftvoller wirken zu lassen.
Fazit: "Avatar" kann seine hohen Erwartungen voll und ganz erfüllen und ist tatsächlich das von allen erhoffte Bombastkino geworden. Technisch ist der Film eine wahre Augenweide, vor allem in 3D, aber auch inhaltlich enttäuscht Cameron nicht und bietet ganz großes Gefühlskino. "Avatar" ist einer dieser Filme, wofür das Kino erfunden wurde, ein Gang dahin ist also Pflicht, von uns eine ganz klare Kinoempfehlung!
Kommentare
Wird mit Watchmen, Inglourious Bastards und District 9 sicherlich zu meinen Top Filmen 2009 gehören.
Ja, da bin ich mir sicher. Bisher ist mein Top Film 2009 Watchmen! Jetzt kann ihn nur noch Avatar vom 1. Platz kicken! Ich bin gespannt!
die offizielle pressevorführung von james camerons AVATAR findet in einer woche im niederbayrischen dorf "dumpfingstetten" statt. ALLES was rang und namen hat wird dort sein.....ich freu mich schon riesig. die karten sind reservoir...äääh...reserviert. die hiesigen dorfkühe werden NA´VI blau angesprüht und bekommen gelbe kontaktlinsen verpasst. der holzstadl wird komplett zu einer riesigen bühne umgebaut. karl moik führt offiziell durch den wunderschönen abend. die knarzigen klappstühle sind zwar ungepolstert und angestaubt...aber hey....was solls....es ist AVATAR tag. eine zünftige blaskapelle spielt james horners bombastischen soundtrack-score nach und james cameron wird mit einer pferdesalami in der hand dirigieren. die leinwand besteht aus 100 %tig recyclebarer bettwäsche aus der bauernstube. sigourney weaver hat schon angerufen, dass sie auf ihre warmen leberkäs-semmeln einen original süßen develey senf drauf haben will. darsteller sam worthington erscheint mit seiner freundin in der tracht... edmund stoiber wird mit seiner frau "muschi" (tatsächlicher kosename) das extra blau gebräute AVATAR bier anzapfen...und sich im vollsuff von seinem NA´VI-gationssystem nachhause lotsen lassen. PROST !
Habe gestern im Kino die Vorschau gesehen: WOW, sieht der Film geil aus.
Schade nur, dass meine Freundin den nicht mit mir sehen möchte... :P
Naja, schau ich ihn halt alleine...
ich mag cameron sehr aber hoffe das er nicht zu lange pausiert hatt weil mich zum ersten mal die art mit den seltsamen figuren was mir zu künstlich rüberkommt stört auch bilder und nach titanic weiter beweist das er es immer noch kann aber das genre gefällt mir nicht nur wusste er immer wie man die geschichten erzählt so das etwas bedeutendes dabei entstehen kann all seine filme waren roh realistisch und nah an der realität auch wenn es sci fi wie aliens war (einzige ausnahme bis jetzt ist für mich true lies) KEINE CGI die hier aber weniger
So, habe nur das Fazit gelesen um mir nicht zuviel Vorfreude zu nehmen. Warum eigentlich keine 6 Sterne? Das Fazit klingt so :)







