Für immer Liebe 2012
Originaltitel: The Vow
von Anne Facompré /
20.02.12 12:07 Uhr
Film Kritik
Handlung
Love Story nach einer wahren Begebenheit mit Rachel McAdams und Channing Tatum in den Hauptrollen
Der Film schildert die wahre Geschichte eines frisch verheirateten Paares aus New Mexico, gespielt von McAdams und Tatum, dass in einen Autounfall verwickelt wird. Die Frau fällt dadurch in ein Koma und wird währenddessen hingebungsvoll von ihrem Ehemann umsorgt. Als sie wieder erwacht, ohne ihren Mann wiederzuerkennen oder eine Erinnerung an ihre Ehe zu haben, beschließt der Mann erneut um sie zu werben und ihr Herz für sich zu gewinnen.Kritik
Ein Blick auf das Filmplakat genügt und man hat sich sein Urteil schnell gebildet: "Für immer Liebe" scheint sich in die Riege der standardmäßigen Romanzen einzureihen. Doch der Schein trügt, der Film ist mehr als nur eine seichte Liebesgeschichte und Channing Tatum und Rachel McAdams verkörpern ihre Figuren überraschend überzeugend und wenig klischeebesetzt.Paige (Rachel McAdams) und Leo (Channing Tatum) führen ein scheinbar perfektes Leben. Beide frönen ihren Passionenen, Leo als Musikproduzent und Paige als Künstlerin, und gehen in der gegenseitigen Liebe auf. Bis ein Autounfall im winterlichen Chicago das Paar jäh auf ihrem Glück reißt. Während Leo glimpflich davon kommt, hat Paige schwer erwischt – sie leidet unter Amnesie und kann sich an die letzten Jahre nicht erinnern, leider auch nicht daran, Leo jemals kennengelernt, geschweige denn geheiratet zu haben. Auch den großen Familienkrach, der dazu geführt hat, dass sie jeglichen Kontakt zur Familie aufgegeben hat, hat Paige vergessen. Während ihre Eltern (Sam Neil und Jessica Lange) versuchen, sich Paiges Gedächtnisverlust zu Nutzen zu machen und die entfremdete Tochter wieder zu sich holen wollen, versucht Leo verzweifelt, Paige zu überzeugen, ihrem gemeinsamen Leben eine Chance zu geben und sie dazu zu bringen, sich nochmals in ihn zu verlieben. Kurzum: Der Stoff aus dem Nicholas Sparks Romane sind. Allerdings basiert die Verfilmung von Regisseur Michael Sucsy auf einer wahren Geschichte und hat auch sonst mehr zu bieten als romantisches Bla-bla.
Obwohl Tatum und McAdams wie geschaffen für eine Liebesgeschichte sind, gerät Paiges Kampf mit dem Gedächtnisverlust und der Suche nach sich selbst schnell in den Vordergrund des Films. Mit ihre Vergangenheit und den letzten Jahren mit Leo treffen Welten aufeinander: bevor die beiden sich kennenlernten, war Paige eine versnobbte Jurastudentin, die sich allem erhaben fühlte und eine ambitionierte Karriere anstrebte. Während sie sich an diese Zeit erinnern kann, hat sie ihr jüngstes Ich vollkommen vergessen. Die letzten 4 Jahre hat Paige nämlich als Künsterlin verbracht, in einem hippen Loft Apartment mit Leo und mit einem alternativ angehauchten Freundeskreis. Darüber, wie es zu dieser Veränderung und dem Bruch mit der Familie kam, lässt Sucsy den Zuschauer lange spekulieren, wodurch man sich in einer ähnlich ahnungslosen Situation wie Paige befindet.
Während der Film sich zwar einiger ausgelutschter Klischeemomente bedient, bleibt er größtenteils jedoch erfrischend frei davon. Anstelle von sentimentalen Liebesschwüren widmet sich Suczy hauptsächlich dem emotionalen Dilemma, in dem sich alle Beteiligten, aber hauptsächlich Paige und Leo befinden. Glaubhaft wird dargestellt, wie schlimm es für ihn ist, seine Frau verloren zu haben, obwohl sie den Unfall überlebt hat und wenn er die schmerzhafte Entscheidung trifft, sie vielleicht besser gehen zu lassen, kann man nicht anders, als mit ihm zu fühlen. Auch Paiges Leiden wird realistisch dargestellt, vor allem durch kleine alltägliche Momente, wie wenn sie von Freunden umarmt wird, an die sie sich nicht erinnern kann, wenn sie in ihrem Kleiderschrank nichts findet, was ihrem Geschmack entspricht oder wenn sie sich in ihrer eigenen Nachbarschaft hoffnungslos verläuft.
Die beiden Hauptdarsteller verkörpern ihre Charaktere gekonnt, glaubwürdig und verletzlich, was gerade bei Channing Tatum etwas unerwartet kommt. Anstelle des schmachtenden Beaus, der sowieso jede Frau um den kleinen Finger wickelt, ist Leo feinfühlig und dennoch machtlos und muss mit ansehen, wie seine Frau ihm entgleitet, ohne, dass er etwas dagegen tun könnte. Auch Rachel McAdams meistert ihren Part und verkörpert die beiden so unterschiedlichen Versionen von Paige gekonnt.
Fazit: "Für immer Liebe" ist und bleibt zwar eine Geschichte über Liebe und Romantik, setzt diese aber gekonnt und frei von überzogenen Gesten um und auch das Ende kommt angenehm unerwartet und erfrischend subtil daher.
Kommentare
Gut geschrieben und etwas überraschend, aber dennoch absolut kein Film für mich ;) Und Tatum ist ein Pfosten :D
die story klingt eigentlich mehr als schön. aber da warte ich auf den kuscheligen free-tv abend denke ich.
Ich wusste nicht wo ich hätte weinen sollen, hätten im Kino nicht die ganzen Mädchen Rotz und Wasser geheult. Der Einsatz von Musik ist hier gut gewählt und hilft Zugang zum Film zu bekommen, hat bei mir aber nicht gereicht.
Die Besetzung war ok, Tatum war mir zu bubi &zu glatt, Rachel Mcadams war ganz gut (besonders die Pralinenszene!), aber eigentlich viel zu "niedlich" , die Besetzung der Eltern gefiel mir sehr gut.
Tatsache ist: dieser Film ist Popcornkino, gut geeignet für erste Dates, genauso wie alle Hugh Grant Filme oder "Schokolade zum Frühstück" oder "Die Bettwurst " oder oder oder.
Eine typische RomCom mag es nicht sein, irgendwie versucht man sich von diesem so verhassten Genre abzugrenzen...100% klappt das für mich aber nicht. Saß da mit 40 Frauen und drei weiteren Typen...wir Typen haben gepennt..oder mit dem Popcorn gepsielt..die Frauen..also wirklich reihenweise..wenn ma von 40 von ganzen Reihen sprechen...haben geflennt..dacht ach leckt mich...die leben doch noch beide...die will halt den mit den hübscheren Haaren und den meißten Geld.. gleich zu Beginn heißt es ja...beruht auf wahren Begebenheiten...das ganze kommt auch nochmal gegen Ende des Films..das sagen dir dann alle Frauen..wenn du als Mann antwortest...siehhhhhhste...jetzt sinds ja doch zusammen..und derweil heißts hier is mal ein totaaaaaal geniales Ende...das wohl merkwürdigste Ende in Sachen RomCom...gabs in Break Up mit Vince Vaugn und Jennifer Aniston....hier dachte man kommt auch sowas....aber..nööööö..es ist wohl die miese Colalightzeroversion von einem Ende,,,das nach Break Up und Titanic schreit...aber es beruht ja auf wahren Begebenheiten...
Sam Neil einst in Jurrasic Park ist wie Michael Keaton, Dan Aykroyd bei den Nebendarstellern angekommen, welche getrost durch Mr. Jederman oder Herr Musterman vom Bauerntheater Neutraubling ersetzt werden könnten...
Wenn man schon mit "Schauspielern" wie Channing Tatum irgenwie und dieser Tussi aus den Sherlock Holmesfilmen versucht einen guten Film zu drehen...würd ich als Regisseur gleich aufgeben und noch mehr Geld für ein besseres Leinwandpaar sammeln.
Guy Ritchi hat schon gewusst warum er die Tusse gleich in den ersten 5 Minuten bei S H 2 draufgehen ließ...Caspian Ende..





