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Monster und Aliens 2009

Originaltitel: Monsters vs Aliens
von Sebastian Stumbek / 02.04.09 15:00 Uhr


Film Kritik

Länder
USA
Genres
Action, Sci-Fi, Animation, Comedy , Family
Kinostart
02.04.2009

Handlung

Das neueste Animationsabenteuer aus dem Hause Dreamworks - eine Hommage an die ganzen Monster-B-Movies.

Susan Murphy (Reese Witherspoon) ist ein kalifornisches Mädchen wie jedes andere - bis sie an ihrem Hochzeitstag von einem Meteor voller Weltraumschleim getroffen wird. Plötzlich schießt sie irrsinnig in die Höhe und ist schließlich 15 Meter groß. Das Militär ist sofort zur Stelle, fängt sie ein und bringt sie zu einem streng geheimen Regierungsgelände. Dort wird sie als Monster gebrandmarkt und man gibt ihr den Namen Gigantika. Wie sich schnell herausstellt, ist sie nicht die einzige "Monstrosität", denn das Militär pfercht schon seit Jahren still und heimlich Monster auf diesem Gelände ein. Da sind beispielsweise der brillante, aber insektenköpfige Prof. Dr. Kakerlake(Hugh Laurie), Missing Link (Will Arnett), eine Kreuzung aus Affe und Fisch und ein Macho sondergleichen, der glibberige und unzerstörbare B.O.B. (Seth Rogen) und schließlich die über 100 Meter große Larve Insektosaurus (Jimmy Kimmel). Doch die Tage ihrer Gefangenschaft sind gezählt, als ein mysteriöser außerirdischer Roboter auf der Erde landet und eine Schneise der Verwüstung durch das Land zieht. Der Präsident weiß nur noch einen Ausweg: Verzweifelt wendet er sich an General Putsch (), der die bunt gemischte Monstertruppe gegen die Aliens anführen und so die Welt vor der bevorstehenden Zerstörung retten soll.

Kritik

Mit der "Madagascar" Reihe und vor allem mit den "Shrek" Filmen räumt Dreamworks mächtig ab. Das ist auch beim neuesten Film, "Monsters Vs. Aliens", auch nicht anders, der Film schaffte an seinem Startwochenende ordentliche 60 Millionen Dollar und landete gleich auf Platz 1 der Kinocharts. Die Idee hinter dem Film ist gut, sie lässt Möglichkeiten offen, sympathische, einzigartige Charaktere zu schaffen, bietet eine perfekte Ausgangslage für jede Menge Action und mit zahlreichen Anspielungen auf all die Monsterfilme auch eine geeignete Basis für gutplatzierte Gags, wofür Dreamworks ohnehin bekannt ist.

Das Problem ist nur, dass "Monsters Vs. Aliens" genau in dem Punkt versagt, in dem man es bei einem Dreamworks Film nicht erwartet hätte: Der Film ist einfach nicht lustig! Einige ganz wenige humorvolle Einlagen funktionieren zwar, wobei man diese an einer Hand abzählen kann, ansonsten tun sie das nicht oder allerhöchstens beim jüngeren Publikum. Auch sind einige der Gags so übertrieben dämlich ausgefallen (Bsp: Der President spielt beim ersten Kontakt mit den Aliens erst einmal auf seinem Keyboard und legt einen Brakedance hin) dass sie nicht nur nicht zum lachen bringen, sondern richtig stören weil sie einfach deplaziert wirken und man nicht nachvollziehen kann, wer auf solche Ideen kam. Das ist wirklich schade, denn Dreamworks-Filme begeistern für gewöhnlich immer mit lustigen Gags. Gerade die "Shrek"-Reihe ist dafür bekannt und beliebt, aber auch "Madagascar" und co punkten in dieser Hinsicht.

Wenn dann schon die Gags nicht zünden, macht die restliche Story, die sich im Durchschnittsfeld bewegt, auch keinen großen Spaß mehr. Wie bereits erwähnt ist die Idee des Films gut, aber wirklich mitreissend ist die Handlung nicht erzählt. Was packende Stories angeht zeigt dagegen Pixar mit Filmen wie "Wall-E" oder "Ratatouille" immer wieder eindrucksvoll, wo der Hammer hängt. Da kann Dreamworks mit seinem neuesten Sprößling leider nicht mithalten, was auch wieder schade ist, denn im letzten Jahr bewiesen sie mit "Kung Fu Panda" das Gegenteil. Die Charaktere sind insgesamt recht niedlich ausgefallen und werden so sicherlich den jüngeren Zuschauern mehr oder weniger ans Herz wachsen (zumindest der Schleimhaufen B.O.B. oder die riesen Raupe Insektosaurus), für das ältere Publikum hätte es, siehe beispielsweise "Wall-E", durchaus etwas mehr Tiefe geben können statt nur auf den Niedlichkeitsgrad zu setzen.

Animationstechnisch ist der Film gut gelungen und macht als 3D-Feature sogar noch mehr Spaß. Wer also die Möglichkeit hat sich den Film in dieser Fassung anzusehen sollte das auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Die Synchronsprecher der Originalfassung können sich mit Reese Witherspoon, Kiefer Sutherland, Seth Rogen oder Renée Zellweger mehr als sehen lassen, die deutschen Sprecher wie Oliver Kalkofe, Diana Amft oder Ralf Moeller können da natürlich nicht mithalten.

Fazit
: "Monsters Vs. Aliens" besitzt zwar eine gute Idee und ist animationstechnisch, vor allem in 3D, gut gelungen, enttäuscht aber durch nichtvorhandensein von gutem Humor oder einer packenderen Story, so dass allerhöchstens nur das jüngere Publikum durch den Niedlichkeitsfaktor einiger Charaktere ein wenig Spaß haben wird. Da der Film sich an den Kinokassen ganz gut schlägt und das Ende eine gute Ausgangslage für einen Nachfolger bietet, ist dieser wohl (leider!) mehr als wahrscheinlich. Da "Monsters Vs. Aliens" eine große Enttäuschung ist raten wir von einem Kinogang ab.

Kommentare


Kaspian
32
04.12.09 18:09 Uhr

Wieder ein typischer nicht Pixarcgifilm.. baut auf Slapstickcomedy...wobei ich hier nur einmal gelacht hab.. als der Präsident.. Axel F spielte;D


Batista
65
06.12.09 18:08 Uhr

Mir hat der Film gut gefallen, konnte auch öfters mal lachen...nicht der beste Animationsfilm, aber einer von den guten...


Dorn
57
20.01.10 23:35 Uhr

hab ihn einmal auf Englisch gekuckt und fand ihn sehr witzig
auf deutsch wars mal wieder nix


Schlombie
19.05.10 21:25 Uhr

Beginnt vielversprechend mit Humor im Stil von "Der Gigant aus dem All", entpuppt sich im weiteren Verlauf jedoch als ideenloses Routine-Produkt, das brav den von anderen Trickfilmen vorgegebenen Storypfad beschreitet! Ein feiger Film!


TDurden
57
19.05.10 21:38 Uhr

So mies fand ich den garnicht. Klar nicht zu vergleichen mit Shrek 1 oder Madagascar aber lustig fand ich ihn trotzdem.


marki
24
19.05.10 21:51 Uhr

Also, ich bin ja eingeschlafen...und die 3D Technik fand ich auch mies :)


Chris23th
09.12.11 17:52 Uhr

Mir hat der Film auch gut gefallen, vor allem in 3D. Die Charakter fand ich super gemacht und ich musste im Kino auch viel lachen!


Demise
49
25.12.11 00:03 Uhr

Jo, kann man sich antun...is ganz nett.