Terminator: Die Erlösung 2009
Originaltitel: Terminator Salvation
von Sebastian Stumbek /
26.05.09 01:00 Uhr
Film Kritik
Handlung
Der Film markiert die neue Fortsetzungsfolge des milliardenschweren "Terminator"-Franchises und ist der erste Film in einer neuen "Terminator"-Trilogie.
In der mit höchster Spannung erwarteten neuen Folge des "Terminator"-Filmfranchises, die im postapokalyptischen Jahr 2018 angelegt ist, spielt Hauptdarsteller Christian Bale John Connor. Connors Schicksal ist es, den Widerstand der Menschen gegen Skynet und seine Armee von Terminators anzuführen. Aber die Zukunft sieht für Connor anders aus als geplant: Marcus Wright (Sam Worthington) taucht plötzlich auf – ein Fremder, dessen letzte Erinnerung ist, dass er zum Tode verurteilt wurde. Connor muss entscheiden, ob Marcus aus der Zukunft entsandt worden ist oder aus der Vergangenheit gerettet wurde. Als Skynet seinen finalen Angriff vorbereitet, begeben sich Connor und Marcus auf eine Odyssee, die sie ins Innere der Organisation von Skynet führt, wo sie das schreckliche Geheimnis hinter der möglichen Vernichtung der Menschheit aufdecken.Kritik
Vor sechs Jahren sahen wir das letzte Mal den Terminator auf der großen Leinwand, allerdings nach den beiden genialen ersten Teilen mit enttäuschendem Ergebnis. Der dritte Teil endete mit dem Tag des jüngsten Gerichts und "Terminator Salvation" knüpft nun einige Jahre in der Zukunft, genauer gesagt 2018, daran an und ebnet damit den Beginn einer neuen geplanten Trilogie. McG, einer der aktuell wohl umstrittensten Regisseure, nahm sich der Aufgabe an. Keiner nahm ihn ernst und jeder sorgte sich um seinen geliebten Franchise. Die ersten Trailer stimmten die Fans dann aber doch wieder positiv, denn was man darin zu sehen bekam sah schon beeindruckend aus. Auch ist es ein großer Pluspunkt gewesen, Christian Bale für das Projekt engagiert zu haben, denn mit seiner Teilnahme wurde viel Vertrauen geschaffen. Nun startet das 200 Millionen Dollar teure Spektakel demnächst in unseren Kinos, in den USA läuft der Film seit einigen Tagen. Die Reaktionen darauf waren verschieden, sie reichen von positiven bis hin zu sehr vernichtenden Kritiken. Was ist nun dran am Ganzen? Ist Termiantor Salvation der Film geworden, auf den die Fans gewartet haben?Der Film beginnt mit einer kurzen Sequenz von animierten Opening-Credits, wobei sogleich die Titelmelodie ertönt, allein das erzeugt bereits eine tierische Gänsehaut und die Vorfreude ist riesig. Nach einer kurzen Einführung mit Rückblick auf die Vergangenheit, die Marcus Wright in die Geschichte einführt, befinden wir uns schon in der Zukunft und damit mitten im Kriegsgetümmel an der Seite von John Connor. Hier zeigt sich bereits eine der größten Stärken von "Terminator Salvation", nämlich dass der Film visuell einfach fantastisch ist. Man kann McG oder seine Filme hassen, aber abstreiten kann man nicht, dass der Mann ein Händchen fürs Optische hat. In "Terminator Salvation" darf er das eindrucksvoll unter Beweis stellen. Das Setdesign ist super und erzeugt ein glaubwürdiges Endzeitfeeling. Überall sieht man alte Ruinen, heruntergekommene Städte, brennende Objekte, zerstörte Überreste von Terminatoren und viel Staub, genau wie man sich die Erde nach dem atomaren Fallout vorstellt. McG benutzte zudem grau/silberne Farbfilter, die nicht nur gut aussehen, sondern auch für die nötige Atmosphäre sorgen. Zurück zu besagter Szene und zu John Connor, der sich im Feindgebiet befindet. Lange lässt sich der Film nicht Zeit um es gleich Krachen zu lassen. Die Action ist bereits zu Beginn gut gelungen und ziemlich cool gefilmt. So gibt es längere Sequenzen ohne Kameracuts und überall um Connor herum kracht es. Das ganze mit einem ziemlich guten Sound, der im Kino verdammt gut rüberkommt.
Sowieso ist die Action im gesamten Film, nicht nur in besagter Szene, sehr gut gelungen. Vor allem die Harvester Szene ist dabei sehr spektakulär und stimmungsvoll ausgefallen. Der Harvester (der leicht an einen Transformer erinnert) ist einer der riesigen Maschinen, den man bereits im Trailer zu sehen bekam und der, wenn er nicht gerade Menschen einsammelt, alles um sich herum in Schutt und Asche legt. Ansonsten sieht man immer wieder T-600er, die alles um sich herum mit Miniguns niederschießen, viele Kampfflugobjekte, Motorrad-Terminatoren, Maschinen die aus dem Wasser heraus angreifen und noch zahlreiche andere Varianten. Für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt, das Gefühl, sich in einem Krieg mit den Maschinen zu befinden, ist auch gegeben.
Natürlich schaut man sich den Film nicht nur der Action wegen an, sondern will eine vernünftige Story erzählt bekommen und die für den Franchise wichtigen Charaktere sehen. John Connor führt die Freiheitskämpfer im Krieg an und ist nach wie vor eines der primären Ziele der Terminatoren. Christian Bale macht seine Sache wie immer sehr gut und passt auch perfekt in die Rolle hinein, ganz im Gegensatz noch zu Nick Stahl im Vorgänger. Überraschenderweise ist es aber Sam Worthington, der ihm hier die Show stiehlt, sein Auftritt als Marcus Wright, dem ersten Hybriden, ist verdammt cool ausgefallen. Auch Moon Bloodgood als Freiheitskämpferin Blair Williams macht eine gute Figur. Kate Brewster alias Kate Connor (Bryce Dallas Howard) ist nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen und für die Story von Salvation noch irrelevant. In den geplanten Nachfolgern wird ihre Rolle sicherlich noch weiter ausgebaut, hier sieht man sie lediglich als Schwangere in wenigen Szenen. Linda Hamilton konnte glücklicherweise auch für das Projekt gewonnen werden, wenn auch nur ihre Stimme zu hören ist. Trotzdem schön, einen Bezug zu den guten alten Zeiten zu haben. Wenn wir schon bei Bezügen sind ist es auch wieder sehr cool, dass die für die Reihe kultigen Sprüche wie "Come with me if you want to live" oder "I will be back" ihren Platz gefunden haben. Auch klären sich Fragen, die sich früher gestellt haben, beispielsweise wie John Connor an seine Gesichtsnarbe kommt oder wie das erste Zusammentreffen von John Connor mit seinem Vater Kyle Reese verläuft, der hier noch ein Teenager ist (gut besetzt von Anton Yelchin). Die Frage aller Fragen ist aber nach wie vor, ob Arnold Schwarzenegger dabei ist. Wer dazu nichts wissen möchte, springt lieber gleich zum nächsten Absatz. Schwarzenegger selbst hatte keine Zeit für den Film, da er als Gouverneur genug zu tun hat. Genau wie aber angenommen, ist er digital im Film vertreten und dieser kurze Moment dürfte wohl das Highlight im Film sein. Nicht nur, dass es animationstechnisch sehr gut gelungen ist, aber sobald man ihn sieht und dazu die Titelmusik mit starken Bass ertönt, wird jeder Fan vor Freude unruhig in seinem Kinositz rumspringen. Mehr verraten wird dazu aber nicht.
Der Film hat storytechnisch einige coole Momente zu bieten und die Charaktere enttäuschen auch nicht. Trotzdem muss man auf dem Boden der Tatsachen bleiben und eingestehen, dass das Feeling, dass die Story der ersten beiden Teile noch erzeugt, hier nicht erreicht wird. Ehrlich gesagt hätte man aber auch nichts anderes erwarten können, denn gerade Teil 2 wird einfach immer unerreichbar bleiben. Auch bietet die Geschichte keine große Weiterentwicklung, vieles weiss man bereits aus den Vorgängern, "Terminator Salvation" hätte ruhig ein wenig mutiger sein können und sich überraschender entwickeln können. Wartet man auf große Storyenthüllungen/-entwicklungen, muss man sich wahrscheinlich noch auf den geplanten Nachfolger gedulden. Sieht man "Terminator Salvation" aber als das, was es ist, nämlich den Beginn einer neuen Trilogie, die sich, da sie nun komplett in der Zukunft spielt und mitten im Krieg angesiedelt ist, auch anders anfühlt als seine drei Vorgänger, wird man sicherlich gut unterhalten.
Fazit: "Terminator Salvation" ist visuell großartig und bietet jede Menge cool inszenierter Action. Storytechnisch hätte er ruhig noch ein wenig mutiger sein können und sich darum bemühen können, sich und seine Charaktere noch weiter zu entwickeln. Trotzdem ist der Grundstein zu einer neuen Trilogie geglückt und auch wenn die guten alten Cameron-Zeiten von Teil 1 und vor allem Teil 2 nicht neu auferlebt werden, für gute Unterhaltung ist trotzdem gesorgt.
Kommentare
für mich ein gelungener film. war zwar nich das terminator feeling wie im ersten und zweiten teil, aber das musste er auch nicht erreichen. eine düstere version der zukunft die mich gut unterhalten hat. ich bin froh wenn es weitergeht.
Er war einfach nur mieß..Selbst der derzeitige Actionspeci nummer 1 Christian Bale bleibt in diesem Abgesang einer einst großen Filmreihe blass.. Hoffe jetzt auf Teil 5.. wie sich das schon anhört.. Teil 5.
Den 3. hat er getopt, was ja nicht sonderlich schwer ist.
Action war ganz nett, aber auch wenn viele Bale vergöttern, passt der sowas von nicht hier rein.
Nein, er wird von Sam Worthington in Grund und Boden gespielt.
Auch wenn Bale ein echter Perfektionist ist, als John Connor finde ich ihn zum Kotzen.
Ein excellenter Actionfilm. Habe die Blu- Ray gesehen und es war wirklich Bombastisch! Tolle Action schöner Schwarzenegger mindfuck am Ende und tolle Atmosphäre. Aber es ist genausowenig ein Terminator wie Casino Royale und Quantum of Solace James Bond Filme sind. Vielleicht ist das auch gut so...
Also die Endzeit-Stimmung finde ich gelungen. Auch wie der gute Arnie dann doch noch im Film auftaucht, hat mir sehr gefallen. Klar, mit den beiden ersten Teilen kann man nicht wirklich mithalten. Ein Vergleich fällt auch ein bisschen schwer, da SALVATION weniger Popcorn-Spass und etwas mehr ernsthafte Scifi ist.
McG hat den Film immerhin nicht komplett in den Sand gesetzt, dennoch wäre ein besserer Regisseur in meinen Augen zukünftig wünschenswert. Auch wirkte die Story insgesamt als hätte man das Drehbuch 10x umgeschrieben, was glaube ich auch so ähnlich war, hehe.
Trotzdem bleibt mein Fazit noch positiv. Insgesamt einfach gute Endzeit-Action.
Hab den Film ja auf Englisch gsehen und muss agen, sehr geil....
Bale find ich in der Connor Rolle echt gut... er ist halt Bale... Worthington spielt auch sehr geil!
Am besten ist der Moment mit der Rohversion des Arnie Terminators und dazu den Terminator Theme
Storytechnisch fand ich den film auch sehr gelungen..




