Das gibt Ärger 2011
Originaltitel: This Means War
von Anne Facompré /
26.02.12 10:35 Uhr
Film Kritik
Kritik
Eine gelungene Mischung mehrerer Genre zu erschaffen ist ein oft angepeiltes und selten erreichtes Ziel. Daher ist es umso erfrischender zu sehen, dass Ex-Musikvideofilmer McG mit "Das gibt Ärger" tatsächlich einen Streifen gedreht hat, der Actionfans genauso begeistern dürfte wie Komödienliebhaber oder RomCom - Anhänger.McG ist vor allem wegen seiner Filmversion von "Drei Engel für Charlie" aus dem Jahre 2000 und der kurz darauf folgenden Fortsetzung bekannt. Auch damals sorgte er schon mit attraktiven Hauptdarstellerinnen, Humor und überspitzten Actionsequenzen für einen weltweiten Erfolg. Mit "Das gibt Ärger" folgt der Regisseur nun einem ähnlichen Konzept. Zusammen mit den RomCom-erprobten Autoren Simon Kinberg ("Mr. & Mrs. Smith") und Timothy Dowling ("Meine erfundene Frau") erschuf er einen Film, der so unterhaltsam ist, dass man über die Schwächen der Storyline schnell hinwegsehen kann.
Diese ist nämlich leider ziemlich voraussehbar: zwei gut aussehende Kerle verlieben sich in die gleiche (ebenfalls bildhübsche) Frau, ein Konkurrenzkampf folgt und dieser sprengt durch die CIA Verbindung der Männer jegliche Rahmen der Glaubwürdigkeit. Erstaunlicherweise tut dies dem Film aber keinen wirklichen Abbruch. "Das gibt Ärger" kommt zwar um viele Hollywood-Klischees nicht herum, die Darsteller sind aalglatt und auch die Charaktere haben nur bedingt Tiefgang, die Actionsequenzen sind überzogen und oftmals fern der Realität und die Mittel, die die CIA Agenten einsetzen um Lauren für sich zu gewinnen, sind offensichtlich der Feder eines Hollywood Writers entsprungen, aber der Film unterhält trotzdem. Obwohl das alles zunächst einmal nicht besonders vielversprechend klingt, geht das Konzept dennoch auf: der Film funktioniert nicht zuletzt deswegen, weil er sich selber nicht ernst nimmt und niemals den Anspruch darauf erhebt, mehr als lockere Unterhaltung zu sein.
Nein, einen Oscaranwärter hat man hier sicherlich nicht vor sich, aber das sollte man auch nicht erwarten. Die Voraussehbarkeit der Story und die überspitzen Actionszenen verzeiht man dem Film im Angesicht der guten Unterhaltung, die er bietet, gerne. Auch gelingt die Genre-Symbiose wunderbar; während sich Tuck (Tom Hardy) und FDR (Chris Pine) kugel-reiche Schlachten mit dem deutschen Bösewicht Heinrich (Til Schweiger) liefern, klagt Lauren bei ihrer besten Freundin Trish (Chelsea Handler) über ihr maues Liebesleben und ist schockiert, als sie erfährt, dass ihr Ex bald heiraten wird. Ganz RomCom-typisch kann sie das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und ist nun umso motivierter, einen neuen Liebhaber zu finden.
Dass die beiden Rivalen im Kampf um Lauren die volle Kraft der CIA ausschöpfen und ihr Apartment mit Millionen Dollar teurem Equipment präparieren, sich gegenseitig ausspionieren und auch mal eben einen Flieger vom Himmel schießen, ist zwar moralisch fragwürdig und jenseits jeglicher Realität, aber dennoch unterhaltsam. Abgesehen von ein paar Dialogen zwischen Lauren und Trish ist der Humor des Films auch gänzlich jugendfrei und schafft es dadurch, zu amüsieren, ohne unter ein gewisses Niveau zu sinken.
Lauren, FDR und Tuck sind zwar allesamt austauschbar und nur bedingt mit Tiefgang versehen, aber dennoch gut besetzt. Ein Film wie "Das gibt Ärger" steht und fällt mit der Liebenswürdigkeit seiner Charaktere, wahrscheinlich mehr als mit deren Glaubwürdigkeit, und in dieser Hinsicht sind besonders die immer-süße Reese Witherspoon und der attraktive Tom Hardy gut gewählt. Chris Pine ist in seiner Rolle als FDR zwar zunächst nicht so sympathisch wie die anderen beiden, macht dies aber mit gutem Aussehen wett.
Til Schweiger hingegen untermauert mit seiner Darstellung des Schurken Heinrich jegliches Klischee des deutschen Übeltäters von "Stirb Langsam" bis heute. Der wortkarge Heinrich ist so eindimensional, dass er eher einer Karrikatur gleicht als einer wirklichen Figur. Schweiger tut sich hiermit sicherlich keinen Gefallen. Zum Hassen macht er sich aber gut.
Es ist wenig überraschend, dass der Film in einem Showdown mündet, in dem nicht nur Tuck und FDR ihren Clinch ad Akter legen müssen, sondern in dem ihnen auch noch Lauren zu Hilfe eilt und unsere drei Helden ihren Widersacher Heinrich gemeinsam zur Strecke bringen müssen. Dennoch liefert McG ein zufriedenstellendes Ende, welches einen kurzweiligen und unterhaltsamen Film befriedigend abrundet und den Zuschauer entspannt nach Hause gehen lässt.
Fazit: "Das gibt Ärger" ist Unterhaltung pur. Popcornkino wie es sein soll. Hier kann man den Kopf ausschalten, sich zurücklehnen und sich einfach von einem Film beschallen lassen, der unterhält, dessen Darsteller hübsch anzusehen und die Actionsequenzen gut gemacht sind.
Kommentare
Also erstmal bei einem Film mit einem Budget von 65 Millionen Dollar erwarte ich das der Helikopter am Anfang und das Auto am Ende echt sind und nicht von Praktikanten am Rechner programmiert wurden.
Da zeigt sich wieder einmal das McG einfach kein Gespür für gute Filme hat.
Das gibt Ärger hat eine wirklich witzige Grundidee, die sowohl Frauen und Männer anspricht.
Genau das ist aber dann auch das große Problem des Films.
Die einen werden wohl etwas Romantik vermissen, die anderen wiederrum hätten gerne noch mehr Action gesehen.
Der Film pätschert oft dahin bis mal wieder eine Szene zum Lachen kommt, leider sind diese Szenen bereits allesamt im Trailer verbraten worden und deshalb nur noch halb so witzig wie sie sind.
Größer Pluspunkt des Films sind die beiden männlichen Hauptdarsteller.
Pine und Hardy sind einfach super sympathisch und die Chemie stimmt einfach zwischen den beiden. Reese Witherspoon stört da eher.
Am Ende wünscht man sich eine richtige Agentenactionkomödie die Hardy und Pine erneut in ihren Rollen zeigt, allerdings mit einem fähigen Regisseur und einem besseren Bösewichts wie Til Schweiger. (Es ging ein raunen durch den Saal als der gute Til zu sehen war)
Bin ja erklärender McG Fan, ich steh voll auf seine Filme und seinen Stil, an aller erster Stelle natürlich Charlies Angels, der zu meinen Lieblingsfilmen zählt. Auf This Means War hab ich mich natürlich total gefreut, verspricht er wieder ein rasanter Film mit viel Action und Comedy zu werden mitsamt cooler Schauspieler. Bin aber doch sehr enttäuscht worden und für mich als McG Fan ist es auch der Schwächste bislang.
Fangen wir mal mit dem Action Part an, der fast gar nicht existent ist. Das ist schon irgendwie schade, hatte ich hier doch mit tollen Szenen gerechnet. Nicht nur dass Action kaum vorhanden ist, sie ist auch nicht gut gedreht, mir gefielen die Szenen nicht besonders. Da hat der gute McG in Charlies Angels einfach ganz anderes abgeliefert.
Lustig/Amüsant ist der Film zwar gewissermaßen, doch hier gibt es auch ein Problem: Nach dem Trailer und der 10 Minuten Sneak, die ich mal gesehen habe, kannte ich irgendwie schon den ganzen Film! Irgendwie gabs kaum noch was neues und von daher auch nicht mehr so viele Lacher für mich. Schade eigentlich.
Was mich auch gestört hat ist dass der Film einfach zu hektisch voranschreitet. Ich finde zwar gut, wenn ein Film schnell zur Sache kommt, aber das hier geriet schon total ausser Kontrolle. Szene beginnt zack Schnitt neue Szene zack Schnitt neue Szene zack zack zack 100 mal Ortswechsel hier und da war zwar alles schön kunterbunt und abwechslungsreich aber bevor ich mich auf etwas einlassen konnte oder man eine Szene voll entfalten lässt war sie schon vorbei das war mir einfach zu schnell.
So und nun was ich am Ende ziemlich beschissen finde aber das nennt man wohl SPOILER als weiterlesen auf eigene Gefahr: Reese Witherspoon verarscht beide Typen von vorn bis hinten. Ist aber am Ende, wo das Geheimnis gelüftet wird, stinksauer auf beide, weil sie ihr nicht gesagt haben, dass sie sich kennen. Sag ma gehts noch? Erstmal BITCH sein und dann stinkig werden? Und beide laufen ihr dennoch wie Hunde nach. Hat mich total angekotzt. Und nun der Knüller: Wie entscheidet sie sich? Good Guy oder Arschloch/Draufgänger? Richtig, Frauen stehen auf die Arschlöcher. Das ist die ganze Message des Films. Also Jungs da draußen: Seid coole Arschlöcher und ihr kriegt die coolen Miezen ab. Over and out
VORSICHT SPOILER!
@siBBe Genau genommen hat das Arschloch die Bitch bekommen oder nicht? :-D
Da hat der gute Typ doch das bessere Ende.
Aber jetzt mal im Ernst, das gesamte Publikum konnte ihre Entscheidung nicht verstehen.
Da muss ich zustimmen, die Entscheidung fand ich auch seltsam, aber für den Tuck ist es dann ja doch noch gut ausgegangen - Familie geht halt vor ;) Mich hat der Film aber insgesamt gut unterhalten, war positiv überrascht. Bin aber auch großer Reese Witherspoon Anhänger ;)
Solider Spaß aus dem Hause McG, wer hätte das gedacht. Die Produktion an sich ist fast schon erschreckend glattgebügelt und steril, dass man selbst bei solchen Machwerken als Filmliebhaber leicht erschaudert. Das der Film dennoch ganz gut zu unterhalten weiß liegt einzig und allein an den beiden männlichen Hauptdarstellern. Die Chemie zwischen Tom Hardy und Chris Pine stimmt einfach und man merkt ihnen den Spaß am Dreh wirklich an. Die beiden spionieren, schießen uns kämpfen sich durch unnötige und lustige Szenen und halten den Balanceakt zur bescheidenen Inszenierung. Rees Witherspoon (No, with a knife!) nervt mal wieder vor sich hin und Til Schweiger schaut grimmig mit gefühlten 40 Sekunden Screentime und großen Augenringen in die Kamera. Würde ich aber auch, wenn ich einen deutschen Bösewicht namens Heinrich spielen müsste (wohlgemerkt als Nachname). Einmaliges Filmerlebnis, den man sich in der Sneak durchaus gönnen kann.
Der Film hat richtig Spaß gemacht. Ja, es ist kein Actionfeuerwerk, und ein paar Special Effects sind auch als solche zu erkennen. Aber scheiß drauf! Chris Pine und Tom Hardy harmonieren einfach großartig und es macht einfach Spaß, den beiden zuzuschauen. Die Gags zünden alle, Reese Witherspoon ist süß anzusehen... Da kann man dem Film nicht mal als Schwäche vorwerfen, dass Til Schweiger mitspielt. :-)
So hab ihn gestern gesehen und muss schon sagen das ich etwas enttäuscht war den ohne Tom Hardy und Chris Pine wäre der Film bei mir völlig durchgefallen.
Komm wir zuerst mal zu den Schauspielern:
Am besten gefiel mir natürlich Tom Hardy, und Chris Pine die beiden passen einfach total gut zusammen, und die Beziehung zwischen ihnen kommt überhaupt nicht künstlich rüber.
Til Schweigers Part war insgesamt knapp eine Minute lang, was ich leider etwas schade fand nicht wegen Schweiger sondern wegen der coolen Hintergrund Musik die immer kam als Schweiger seine Szenen hatte. Reese Witherspoon kommt in jeder Szene immer sehr gut, und sympathisch rüber. Der Rest des Cast ist so lala
Die meisten Gags waren gut aber auch nicht alle. Ich hätte mir aber gerne mehr etwas Action gewünscht, und auch mehr Gags den man sah fast alle schon im Trailer. Bisher ist der Film also doch gut bei mir angekommen, aber dann kam leider das so blöde und Grauenhafte Ende was mir überhaupt nicht gefiel.
Fazit: Der Film lebt von seinen beiden Hauptprotagonisten, etwas mehr Action, und Gags, und ein besseres Ende und er hätte eine bessere Bewertung von mir gekriegt schade eigentlich.
War ganz ok. Reichlich mit Klischees beladen und auch ein wenig Kitschig und was Til Schweiger da wollte weiß ich immer noch nicht, doch Hardy und Pine haben es rausgerissen.


