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Ghost Rider: Spirit of Vengeance 2011

von Daniel Krüger / 06.01.12 18:21 Uhr


Film Kritik

95
Länder
USA, United Arab Emirates
Genres
Action, Thriller, Fantasy
Kinostart
23.02.2012

Handlung

Der Ghost Rider ist zurück – heißer als je zuvor!

Einige Jahre sind vergangen, seit der frühere Stuntman Johnny Blaze (Nicolas Cage) seinen Pakt mit dem Teufel schloss und zum Ghost Rider wurde: Als schier unkontrollierbares brennendes Skelett, beseelt von einem Feuerdämon, jagte er auf seinem Motorrad durch die Nacht. Inzwischen lebt Blaze zurückgezogen, denn nichts fürchtet er mehr, als dass der Ghost Rider wieder in ihm geweckt wird. Doch dann entführt die Armee des Teufels den zehnjährigen Danny (Fergus Riordan), der über besondere Kräfte verfügt und dessen Mutter Nadya (Violante Placido). Moreau (Idris Elba), der letzte der Kriegsmönche, die den Jungen beschützten, bittet Blaze um Hilfe. Dieser muss sich entscheiden, denn allein der Ghost Rider ist fähig, den Jungen aus den Klauen des Bösen zu befreien und somit die ganze Welt vor dem Verderben zu retten.

Kritik

Die Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor feierten 2006 ihren Durchbruch, da Sie ihren Actionfilm 'Crank' auf das Genreelixier Adrenalin beschränkten und Jason Statham durch ein visuell berauschendes L.A. hetzten. Der Stil des Duos war frisch, frech und derb. Crank avancierte recht schnell zum Kult, Neveldine und Taylor blieben ihren Markenzeichen in den nächsten Produktionen treu. Doch manchmal erschöpfen sich Ideen schneller als geplant: Der Aha-Effekt aus Crank ging der 2009er Fortsetzung schon leicht flöten, in 'Gamer' wirkte die auf Abonnement abgefilmte Coolness schon belastend und in 'Ghost Rider: Sprit of Vengeance'sorgt das One-Hit Dreamteam nun dafür, dass sich die Fortsetzung des höllischen Rächers qualitativ direkt neben dem Original ansiedeln darf. Kein Kompliment, denn der erste Teil der Marvel-Verfilmung gilt als eine der Schanden im Genre der Comicverfilmungen.

Zur Story: Die ist mies, also richtig mies - hat jemand etwas anderes erwartet? Der Ghost Rider hat sich nach Osteuropa zurückgezogen, Abstand gewinnen und allein auf einem dreckigen Bett in einer Fabrikhalle schlafen. Moreau (Idris Elba) kommt plötzlich im Ghost Rider Fan-Outfit angerollt und gibt ihm eine Mission. Ein Kind muss beschützt werden, der Nachfolger des Teufels höchstpersönlich! Dieser ist auch wieder auf Erden unterwegs und will den Körper des Kindes als Gefäß für seine Kräfte nutzen. Showdown bei Sonnenaufgang, dazwischen peinliches "ich will den Fluch loswerden" Geschwätz und eine noch viel peinlichere Szene in der dieser Wunsch sogar in Erfüllung geht. 

Die Geschichte ist belanglos und austauschbar, viel spannender ist die Frage nach der Inszenierung und der Action! Wer gehofft hat das Regieduo würde es richtig krachen lassen, der wird bitter enttäuscht. Zumeist stehen 4-20 Gegner um den Rider herum und warten brav darauf, entweder mit seiner bedrohlichen Kette oder seinem noch viel bedrohlicheren Blick erlegt zu werden. Das macht der Totenkopf auch schön der Reihe nach, lässt sich ab und an mal von einem Raketenwerfer durch die Luft schleudern -klingt gut, ist es aber nicht- oder verwandelt riesiges Tagebaugerät in flammende Waffen -dito-. Wer den Trailer gesehen hat, kennt bereits die beste Actionszene. 

Der überkandidelte Stil der Crank-Macher fruchtet dabei zu keinem Zeitpunkt. Alles wackelt, die schräg stehende Kamera belastet ungemein und dämliche Sprüche zerstören jeden Dialog. Das alles über die schlimme Story gelegt, ergibt -gepaart mit dem beeindruckend schlechten 3D Effekt- einen Kinobesuch des großen Bedauerns. Stellt euch einfach vor, dass ihr einen extrem langen und ebenso langweiligen Vortrag über Baumrinde hört, euch dabei aber permanent jemand mit den Händen vor dem Gesicht rumfuchtelt! Diese Vorstellung spiegelt das einmalige 'Ghost Rider: Spirit of Vengeance' -Feeling wieder.

Aber wie soll man die Figur des Ghost Rider auch spannend gestalten? Teil Eins war schlichtweg langweilig, Teil Zwei ist hohl und wirkt wie ein Drogenabsturz. Kommen wir doch endlich zur Einsicht: Ein brennender Totenkopf ist einfach keine interessante Figur! Da hilft es auch nicht, dass dieser nun besser animiert ist als im Vorgänger. Wir alle haben in unserem Leben schon viel zu viele dieser Totenköpfe gesehen - vorzugsweise auf "Ed Hardy"-Shirts, als Flash Logo im "Jamba Sparabo" oder auf den haarigen Oberarmen diverser Metal-Fans. Wozu aufwendig verfilmen? Wegen den Feuereffekten, der Kette oder wegen Nicolas Cage? Leider ist es erneut Cage, der wieder einmal zu viele Leute in diesen unwürdigen Film locken wird. Wieder einmal blamiert er sich -kleines Ghost Rider Wortspiel- bis auf die Knochen, gibt sich überdreht und angeblich paranoid. Wenn er mittlerweile nur noch in Werner Herzog Filmen glänzen kann, sollte er wahrscheinlich mehr davon drehen. Aber Cage hat anscheinend kein Problem damit, abermals zum Gespött zu werden und wird zahlendes Publikum gewiss auch in Zukunft an seinem Untergang teilhaben lassen. 

Welche der zahlreichen Peinlichkeiten könnte man abschliessend noch niederschreiben? Erwähnenswert ist auf jeden Fall die lächerliche Maske des Schurken Blackout und der Kurzauftritt von Christopher Lambert. "Es kann nur einen geben!" - Völlig richtig: Nur ein ehemaliger Star würde sich für 3 Minuten Ghost Rider 2 opfern und dabei sein komplettes Gesicht von einem Tattoo verschleiern lassen. 

Fazit: Neuer Look, neue Regisseure, neues Setting! Ghost Rider:Sprit of Vengeance ist trotz des Umschwungs ebenso katastrophal wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2006. Nur eines ist gleich geblieben: Nicolas Cage fungiert erneut erfolgreich als roter Faden des Versagens! 

Kommentare


Firefly
04.01.12 14:51 Uhr

Wird bestimmt einer der besten Filme 2012.


EastClintwood
06.01.12 21:33 Uhr

Wieder toll getextet :D War aber leider nichts anderes zu erwarten ;)


tarantino
06.01.12 21:36 Uhr

Die Trash Nacht kann kommen.



dennino
06.01.12 21:48 Uhr

Ach Mennno dachte der Film wird gut ich mag die Figur und Cage.Warum nur schaffen sie nicht die Figur mal richtig zu verfilmen.


siBBe
15
06.01.12 22:34 Uhr

Ich lass mir die Vorfreude nicht verderben, 1 fanden auch schon viele grottig, während ich ihn mochte, also bin ich noch optimistisch, dass auch 2 ganz ordentlich ausfällt. We wil see


dkr
24
dkr
06.01.12 22:40 Uhr

wie der sibbe mir einfach nicht glauben will -,-


MIKE
07.01.12 00:00 Uhr

Wirklich so schlecht davon will ich mich selbst überzeugen ;)


Tara
07.01.12 00:08 Uhr

bin bei sibbe


Tara
07.01.12 00:11 Uhr

lass mir nicht von andren einreden wie ich einen film finden soll, ohne ihn gesehen zu haben...ich hoff ihr seid nur bei filmen so leicht zu beeinflussen ;-)