The Best Exotic Marigold Hotel 2012
von Anne Facompré / 06.02.12 08:40 Uhr
Film Kritik
Handlung
Sieben Engländer im höheren Alter (Bill Nighy, Maggie Smith, Tom Wilkinson, Judi Dench, Celia Imrie, Penelope Wilton, Ronald Pickup) reisen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien und landen alle im "Best Exotic Marigold Hotel", das seine besten Zeiten schon hinter sich hat. Das Hotel, das von dem hoch-motivierten jungen Inder Sonny (Dev Patel) aus der Krise wieder zu altem Ruhm geführt werden soll, versprüht dennoch seinen ganz eigenen Charme.
Und schon bald überträgt sich die magische Wirkung Indiens auf die Gruppe der Reisenden - bei jedem der Sieben auf seine ganz eigene Art...Kritik
Kommentare
Fand den Film sehr cool. Toller Cast, tolle Idee und ich liebe es einfach, wenn Filme uns in fremde Kulturen entführen, genau das ist hier der Fall. Hab mich danach gefühlt als hätte ich Urlaub in Indien gemacht. Wunderschöne Bilder, eine tolle gute Laune, die erzeugt wird, hat einfach Spaß gemacht.
Bemängeln kann ich eigentlich nur eines: Der Film behandelt viele der Probleme zu oberflächlich. Viele Szenen hätten besser gewirkt, wenn man sie ernster konstruiert hätte, statt es immer auf die alberne lustige Schiene zu probieren (Bsp: Dev Patel und Judi Dench gegen Ende auf der Bank). Das hätte den Film nochmal auf ein richtig erstklassiges Niveau heben können.
Dennoch ein sehr schöner Film, den ich nur empfehlen kann - habs zu keiner Minute bereut oder mich gelangweilt
Ein im besten Sinne gelungenes Feelgoodmovie, das viele schöne und sonnige Momente parat hält. Die erste halbe Stunde saß ich mit einem Dauerlächeln im Kino, denn wie die älteren Charaktere eingeführt werden, ihre mit Augenzwinkern pointierte Randstellung in der Gesellschaft und dann ihr Kulturschock vor Ort, ihre Schrulligkeiten, all das ist einfach herzallerliebst anzusehen.
Der Film schlingelt immer nur dann wenn Dev Patel auftritt und sich der Film mit Krampf den Befindlichkeiten der jungen Generation widmet, da sprühen nicht die Funken, es wird zu schrill und clownesk.
Doch sobald die Dame Judi Dench, die ich noch nie so zerbrechlich gesehen habe, oder der gewohnt brilliante Tom Wilkinson in einer ungewöhnlichen Rolle auftritt, sind die schwächeren Stellen wieder vergessen. Dame Maggie Smith spielt wieder überragend, vor allem weil ihr Charakter anfangs beileibe nicht sympathisch ist und ihr es trotzdem gelingt, dass ihr am Ende alle Herzen zu Füssen liegen.
Genau der richtige Film für die kalte Jahreszeit und mit den tollen Bildern aus Indien auch eine klare Empfehlung von mir.
Kritik und Kommentare schreiben genau das weshalb ich mich auf den Film freue.
Jetzt muss nur noch ein Kino ihn zeigen.
Sieben wunderbare Vertreter der ‘Best Ager‘, wollen ihren Lebensabend im besagten titelgebenden Anwesen in Indien verbringen. Dazu hat sich John Madden die Creme de la Creme der englischsprachigen Schauspieler eingeladen. Zwei ‘Kalender Girls‘ (Penelope Wilton und Celia Imrie) sind mit von der Partie und es geht flott und mit viel Witz zu Sache. Hier ist Maggie Smith wie immer unschlagbar. Sie kann sich so herrlich vornehm und entsetzt geben. Als sie einem einheimischen Arzt zuschaut, wie er sich die Hände wäscht meint sie ‚Die Farbe geht ja doch nicht ab! ‘ Und was sie nicht aussprechen kann, isst sie ohnehin nicht. Außerdem werden die postkolonialen Marotten der Briten herrlich durch den Kakao gezogen. Natürlich wird Straßencricket gespielt und den Einheimischen erklärt, wie man einen Keks in den Tee taucht. Licht, Düfte und Farben des Landes werden eingefangen aber auch das Klischee von Menschenmassen und Fahrzeugen in den Straßen ‘Es heißt zwar ‘rush hour‘, aber der Verkehr steht doch still! ‘
Und dann bekommt der Film noch eine tiefere, menschliche Dimension. Manche Oldies entwickeln Eigeninitiative. Das ist teils lustig (viagramässig), teils tragisch, wie beim nicht mehr praktizierenden Homo (Tom Wilkinson). Judie Dench bekommt einen Job und einen neuen Freund. Das glückliche Ende zieht sich zwar etwas, denn man hängt an dem Satz ‘Ende gut, alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch nicht zu Ende. ‘
Gelungenes Wohlfühlkino!


