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88

The Expendables 2010

von Jane Fritsche / 12.08.10 02:05 Uhr


Film Kritik

100
Länder
USA
Genres
Action, Adventure, Thriller
Kinostart
26.08.2010

Handlung

Sylvester Stallones meldet sich zurück, als Anführer der "Expendables"

Barney Ross (Sylvester Stallone) führt die Söldner-Truppe Expendables an. Gemeinsam führen sie für Geld Aufträge durch, die den offiziellen Regierungsorganisationen zu heikel oder gefährlich sind. Sein treuer und wesentlich jüngerer Weggefährte ist der Messerexperte Lee Christmas (Jason Statham). Zu seinem Team gehören Nahkampfspezialist Yin Yang (Jet Li); der auf Feuerwaffen spezialisierte Hale Caesar (Terry Crews), Sprengstoff-Experte Toll Road (Randy Couture) und Scharfschütze Gunnar Jensen (Dolph Lundgren).
Ihr neuester Auftrag führt sie auf die karibische Insel Vilena, auf der ein profitgieriger Ex-CIA-Agent und ein selbsternannter Diktator die Einwohner in Angst und Schrecken versetzen. In Vilena erhalten sie unerwartet Hilfe...

Kritik

„Last Chance!“

Ein One-Liner, der für so viel mehr steht als nur einen coolen Spruch irgendeines Typen.
Hollywoodlegende Sylvester Stallone hat bereits eine abenteuerliche Karriere hinter sich und legt nun noch mal richtig los.
Der peinliche Softporno zum Beginn seines steinigen Aufstieges, ist schnell vergessen, denkt man an seine Oscar-Nominierung für „Rocky“ (als Schauspieler und Drehbuchautor!). Zusammen mit der „Rambo“-Reihe machten sie ihn endgültig zum Superstar und über Jahrzehnte war Stallone der Inbegriff des Kino-Helden. Es folgten viele Blockbuster wie  „Lock up“, „Tango & Cash“. In den 90er Jahren stockte seine Karriere etwas, Komödien-Flops wie „Oscar - Vom Regen in die Traufe“ oder „Stop! Oder meine Mami schießt“ kratzten an seinem Erfolgsimage. Doch Stallone ist das buchstäbliche Stehaufmännchen. Hits wie „Cliffhanger“, „Demolitian Man“ und der mit positiven Kritiken überhäufte Cop-Thriller „Cop Land“ finden sich genauso in seiner Filmographie wie Flops, etwa das Rennfahrerdrama „Driven“ oder das Remake „Get Carter“ fielen beim Publikum und den Kritikern gleichermaßen durch. 

Nach dem gelungenen „Rocky Balboa“ und dem umstrittenen vierten „Rambo“ Verfilmung „John Rambo“, bei der zwischen „Gewaltverherrlichung“ und „mutigen Revival“ alle Kommentare vertreten waren, wurde es wieder etwas ruhig um den mittlerweile 64jährigen. Schnell kann man aus den Augen verlieren, dass Sylvester Stallone zu den beständigsten Darstellern der vergangenen Jahrzehnte gehört und zudem für eine eigene Art von Filmstil eintritt, der er sich ganz bewusst gegen den Trend der heutigen Highspeed-Actionfilme stellt.

Sein neuestes Werk, bei dem er sowohl die Regie übernommen hat als auch eine der Hauptrollen, trägt den gewichtigen Titel „The Expandables“ (dt. „Die Entbehrlichen“) und ist zeigt Stallones Vorstellung von einem guten Actionfilm. Ihm gelingt in diesem Film etwas so Unglaubliches, was davor noch keinem gelungen ist: Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis und Sylvester Stallone in einem Film! Darauf haben Fans Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, gewartet. Jeder für sich steht für knallharte Action, markante Sprüche. Jeder für sich sorgte bei den Fans regelmäßig für heiße Diskussionen, wer denn die No. 1 sei.

Stallones achte Regiearbeit zeichnet sich in erster Linie durch Geradlinigkeit und Good old Action aus. Sein Konzept ist simpel aber effektiv. Man nehme sechs knallharte Kerle, statte sie mit genug Feuerkraft aus und dann geht die Party los. Die Bad-Guys sind korrupte Ex-CIA-Agenten und Drogenhändler, ganz klassisch skrupellos und schön fies. Stallone besetzte beide Lager mit erstklassigen Vertretern des Genres, Martial-Art Kämpfer Randy Couture („Scorpion King“) nimmt es mit Ex-Wrestler Steve Austin („Die Todeskandidaten“) auf und Ex-Footballer Terry Crews bedient sich einer Wumme, die Michael Bays Waffenarsenal das Fürchten lehrt. Alt-Villain Eric Roberts feiert ein furioses Comeback und David Zayas (Angel aus „Dexter“) sind ebenfalls dabei, wobei Zayas Part des karibischen Diktator-Verschnitts General Garza etwas exzentrisch geraten ist.
Den passend knalligen Soundtrack steuerte Brian Tyler („The Fast and the Furious“, „Bubba Ho-Tep“) bei.

Die weiteren Rollenverteilungen lesen sich wie die Wunschliste jedes Actionfans. So sind Jet Li, Mickey Rourke und „Crank“-Star Jason Statham vertreten. Letzteren legitimiert Stallone mit dessen Part definitiv zu seinem Nachfolger. Ein Déjà-vu der besonderen Art erleben wir mit der Wiederkehr von Stallones altem Widersacher „Ivan Drago“ Dolph Lundgren aus „Rocky IV“.

Der Regisseur setzt auf knallharte Typen, die mit ihrer kompromisslosen Art noch am ehesten den Helden der 80er Jahre entsprechen. Etwas eindimensional aber immer geradeaus, eben echte Kerle. Seinen Stars hat er wunderbare Szenen geschrieben, Mickey Rourke als Ex-Expandables Tool bekam rührende Dialogszenen. In Zeiten, in denen Actionfilme ihr Tempo nur durch schnelle Schnitte, Gewaltexzesse und erstklassig choreographiertes, aber sinnloses Rumgeballere halten können, konzentriert sich der Veteran des Baller-Kinos auf ein unverschnörkeltes Event, bei dem es ab der ersten Minute zur Sache geht und die Spannung  keinen Augenblick mehr abreißt. Mit vollem Körpereinsatz, der sich bezahlt macht, überzeugt Stallone auch im Kampf auf der ganzen Linie, ohne dabei in der ersten Reihe stehen zu müssen.

Sein weitestgehender Verzicht auf CGI -Effekte zahlt sich letztendlich aus. Wenn hier die Explosionen dröhnen, dann ging tatsächlich etwas in die Luft. Nur zu schade, dass am Ende doch ein paar Specials Effects aus dem Computer dem Showdown aufpeppen sollten. Angesichts der aufwendig handgemachten Details, die den Film um ein Vielfaches bereichern, hätte man sich die eigentlich sparen können. 

Fazit: Schon dafür, dass es Sylvester Stallone gelungen ist, die größten Action-Heros des Kinos zusammenzubringen, ist der Gang ins Kino Pflicht. Sein Film ist alles andere als Veteranenkino, sondern harte Kost mit einer angemessenen nicht jugendfreien Altersfreigabe. Alle Good old Actionmovie Anhänger können sich auf ein amüsantes Spektakel freuen, bei dem sie auf das Beste unterhalten werden. „The Boys Are Back In Town“!

Kommentare


Pineapple
13.12.09 03:54 Uhr

bei der besetzung kann eigentlich nix schief gehen!


Slartibartfass
18.12.09 16:17 Uhr

very nice - die Rentner habes es noch immer drauf - 80'er Jahre Action-Kino mit einem Drehbuch das bestimmt nur aus drei Seiten besteht :-) Aber wer will bei der Besetzung schon lange tiefschürfende Dialoge haben ??

neun monate noch warten - schnief*


Fairelane
20.12.09 16:39 Uhr

Dass das noch so lange dauert, wird mir erst jetzt bewusst... seufz.... ich hoffe wirklich, das Warten lohnt sich auch!


hitmanBcengiz
22.12.09 15:47 Uhr

gut das stallone doph eine rolle gegeben hatt, diese einstallung fehlt bei den meisten leuten in hollywood auch jean claude wollte er dabei haben nach JCVD hätte er auch eine a liga rolle verdient zum beispiel vortsetzung von timecop wie es geplant war


duffman
82
24.12.09 16:47 Uhr

Die Besetzung ist wirklich der Wahnsinn. Die Story klingt, so kurz sie jetzt auch ist, eigentlich auch recht interessant. Ich bin gespannt, wie sich Jason, einer meiner Lieblingssschauspieler, schlagen wird.


marki
57
16.05.10 19:42 Uhr

Bei diesem Film gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten, wie er wird...


LandoGriffin
12.08.10 02:18 Uhr

Da steht genau das, was ich erwartet habe. God old action, Mehr braucht der Film auch nicht und mehr will ich von dem Film auch nicht! Sehr cool, jetzt wird das Warten noch unerträglicher!


Freeman
82
12.08.10 02:21 Uhr

Kritik klingt hammermäßig! Ich bin aber mal SOWAS von dabei, das ist glasklar! :D

Dass Brain Tyler die Musik macht, steigert die Vorfreude nochmal mehr. Ich liebe den Bubba Ho-Tep Soundtrack.


Feuerfrucht
12.08.10 02:21 Uhr

Gott freue ich mich auf den Film. Knallharte Action, coole Sprüchen und die Legenden in einem Film

Das ich das noch erleben darf ;D


Hannibal
12.08.10 03:14 Uhr

2 Sterne von Sibbe? Auf die Begründung bin ich mal gespannt, kanns mir nämlich gar nicht erklären :D

Ansonsten kann ich mich den anderen nur anschließen.