Valentinstag 2010
Originaltitel: Valentine's Day
von Sebastian Stumbek /
04.02.10 12:00 Uhr
Film Kritik
Handlung
Er kommt jedes Jahr wieder: Der Valentinstag, ein Tag, an dem sich alles nur um die Liebe dreht. Jeder erlebt ihn auf eigene Art, der eine liebt ihn, der andere hasst ihn, neue Liebe entsteht, alte Liebe wird aufgefrischt oder womöglich sogar zerrüttet.
Für Morley Clarkson (Jessica Alba) und Reed Bennett (Ashton Kutcher) beginnt der Tag wunderbar, denn beide beschliessen zu heiraten. Reeds beste Freundin Julia Fitzpatrick (Jennifer Garner) hatte schon länger kein Glück in der Liebe, doch glaubt sie es in ihrem neuen Date (Patrick Dempsey) gefunden zu haben. Derweil lernt Holden (Bradley Cooper) in einem Flugzeug die interessante Kate (Julia Roberts) kennen, die sich anschliessend immer näher kommen. Estelle (Shirley MacLaine) und Edgar (Hector Elizono) versuchen derweil ihrer Enkelin Grace (Emma Roberts), die heute ihr erstes Mal mit ihrem Freund plant, klarzumachen, was für ein wichtiges Ereignis das doch in ihrem Leben ist, in das sie sich nicht leichtfertig stürzen sollte, stoßen dabei aber auch auf ganz eigene Probleme. Währenddessen ist Josh Morris (Topher Grace) verwundert über das plötzliche Verschwinden seiner Freundin Liz (Anne Hathaway) am Morgen nach ihrer gemeinsam verbrachten Nacht, die immer wieder mysteriöse Anrufe erhält. Tv-Reporter Kelvin Briggs (Jamie Foxx) und seine Kollegin Kara Monahan (Jessica Biel) merken, dass sie ausser ihrer Abschau dem Valentinstag gegenüber noch weitaus mehr gemeinsam haben... viele Geschichten am Tag der Liebe, doch nicht alle werden positiv verlaufen, denn bei einigen trügt der Schein.Kritik
Garry Marshall kennt sich auf dem Gebiet der Romantic-Comedy bereits bestens aus. Mit Filmen wie "Pretty Woman", "Die Braut, die sich nicht traut", "Liebe auf Umwegen" oder "Plötzlich Prinzessin" hat er bereits seinen Stempel im Genre gesetzt. Nun rückt der Valentinstag immer näher und was läge da näher, als all den verliebten, liebeshungrigen Paaren da draussen einen Film zu geben, auf den sie sich freuen können (zumindest die weibliche Hälfte). Also drehte er kurzerhand einen themenrelevanten Film, verpasste ihm auch noch den passenden Titel "Valentinstag" und versammelte eine ganze Schar großer Schauspieler Hollywoods zusammen, um das Ganze noch interessanter zu machen.Ähnlich wie zuletzt in "New York, I Love You" handelt es sich hier um mehrere Geschichten, die parallel erzählt werden, sich alle um das Thema Liebe drehen und an einem gemeinsamen Ort spielen. Während "New York, I Love You" aus mehreren Segmenten bestand, die voneinander getrennt waren und nur hin und wieder mal Bezüge zueinander hatten, sind die Geschichten und die Akteure in "Valentinstag" mehr miteinander verschmolzen und in Verbindung. Hier werden Geschichten immer wieder aufgegriffen bzw. weiter erzählt und die Darsteller treffen in allen möglichen Kombinationen immer wieder aufeinander, ganz zu Freude des Zuschauers, denn allein das bringt schon eine gewisse Spannung mit sich, welcher Star als nächstes auf den anderen trifft. Das Problem an der Ganzen Sache ist nur, was man ziemlich früh feststellen muss, dass es sich um sehr simple Geschichten handelt, die nicht wirklich große Überraschungen bieten, sehr vorhersehbar sind und oft wenig originell sind. Das Ziel, gute Laune zu verbreiten mag zwar aufgegangen sein, davon sprüht der Film nur so, allerdings fast schon im übertriebenem Maße. Das geht so weit über, dass der Film an Kitsch kaum noch zu überbieten ist, so dass selbst kitsch-verwöhnte Frauen nicht schlecht staunen werden, wenn am Ende plötzlich auch noch jeder sein perfektes Hollywood-Happy End findet, bei dem einem fast schon schlecht werden kann.
Ein weiterer Knackpunkt ist, dass der Film zu sehr auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet ist, als dass er jederman gefallen wird. Vor allem als Mann wird man sich recht verloren darin vorkommen und es nur über sich bringen, wenn ein süsses Date daneben sitzt. Die Hoffnung, dass der Humor einiges gutmachen könnte, geht nur teilweise auf, denn der Romantik-Part steht hierbei klar im Vordergrund.
Was natürlich für den Film spricht ist sein phänomenaler Cast: Jessica Alba, Kathy Bates, Jessica Biel, Bradley Cooper, Patrick Dempsey, Jamie Foxx, Jennifer Garner, Topher Grace, Anne Hathaway, Ashton Kutcher, Queen Latifah, Taylor Lautner, Shirley MacLaine und Julia Roberts in einem gemeinsamen Film sieht man nicht alle Tage. Bei so vielen Darstellern und so vielen Geschichten steht natürlich nicht jedem viel Spielzeit zu, so dass es sich bei allen aufgelisteten Namen eher um Nebendarsteller handelt, eine Hauptperson gibt es nicht, bzw. ist es das zentrale Thema, die Liebe. Soweit machen alle ihre Sache ganz gut doch kommt es bei solch einem leicht-simplen Film eh auf den "Wow-Effekt" an, wenn noch ein weiterer bekannter Darsteller die Szenerie betritt.
Fazit: Kitschig, kitschiger, Valentinstag. Ein Film für verliebte Pärchen und Frauen, die einfach nach leichter Kinounterhaltung suchen oder nach dem passenden Film für das nächste Date, dafür aber jede Menge Kitsch und vorhersehbare oberflächliche Geschichten in Kauf nehmen.
Kommentare
also, jetzt mal ehrlich: das war mit die beste romantische komödie, die ich je gesehen habe... kitschig fand ich den kaum, also solche filme sind immer kitschig, aber hier hat man sich zurück gehalten, finde ich... was mir besonders gefallen hat: der film ist richtig lustig, funktioniert als komödie also sehr gut, das fehlt vielen filmen in dem genre ja... außerdem liegt dem streifen ein richtig gutes drehbuch zugrunde, das die ganzen einzel-storys sehr gut miteinander verwoben hat... cooler film :)
meiner meinung nach war dieser film eher echem, ungut...
ich habe ca 5 mal geschmunzelt und die storyline war auch eher langweilig
ich bin ein mädchen und fand den film trotzdem schwach... er war vollkommen inhaltslos und dazu noch ein wenig frustrierend, weil die meisten paare in dem film schreckliche probleme hatten oder vllt sogar auf grund dieser entzweit wurden...
dieser film ist reine zeitverschwendung...
man möchte doch nach einem film irgendeine art von erkenntnis haben, oder wenigstens bedrückt oder fröhlich sein, doch dieser film hatte überhaupt keinen impakt auf mich... keinerlei resonanz.... und das ist es was einen guten film auszeichnet!!
Eigentlich mag ich solche Filme wenn ich sie nach langer Überredungskunst anschaue :-D
Aber der ist mir echt zu kitschig und zaubert mir überhaupt kein Lächeln aufs Gesicht, was solche Feel Good Movies eigentlich bewirken sollen.


