Young Adult 2011
von André Schiemer / 24.01.12 10:17 Uhr
Film Kritik
Handlung
Der neue Film von Jason Reitman nach einem Drehbuch von Diablo Cody
Einst war Mavis Gary (Charlize Theron) das begehrteste Mädchen der gesamten Highschool. Die attraktivsten Jungs waren verrückt nach ihr, die Welt stand ihr offen. Jetzt ist sie 37 Jahre alt. Und steht vor einem Trümmerhaufen: Sie ist frisch geschieden, die Jugendbuchreihe, die sie als Ghostwriterin verfasst, soll eingestellt werden, sie trinkt eindeutig zu viel, das Leben zieht an ihr vorbei. Bis sie erfährt, dass Buddy Slade (Patrick Wilson), ihre große Jugendliebe von damals, Vater geworden ist. Mavis weiß, was sie zu tun hat: Sie will ihn aus seinem spießigen Familienleben befreien und endlich an seiner Seite das Leben mit ihm leben, das sie sich immer erträumt hat. Doch die Rückkehr in ihre Vergangenheit erweist sich als viel schwieriger als gedacht. Verständnis wird ihr ausgerechnet von ihrem ehemaligen Klassenkameraden Matt (Patton Oswalt) entgegengebracht, einem wenig attraktiven Außenseiter, der die Vergangenheit ebenfalls nicht abschütteln kann. Doch kein noch so guter Rat kann Mavis von ihrem Plan abbringen, Buddys Liebe zurückzuerobern...Kritik
Kommentare
Super Film. Ich hab ihn letzte Woche in 'ner PV gesehen und war einfach begeistert :) Einfach sehenswert!
Kann mich den ganzen Lobeshymnen, die ich überall so las, nicht ganz anschließen. Young Adult ist ein nett gemachter Film, hat mich auch gewissermaßen unterhalten, hat tolle Darsteller zu bieten etc., ist im Grunde aber doch sehr arm an Highlights. Die Handlung hat einfach nicht sehr viel hergegeben, und wenn man sich schon so sehr auf eine Charakterstudie fokussiert, muss diese einfach interessanter sein.
Up In The Air war handlungstechnisch bei weitem besser in jeder Hinsicht sogar, Juno hatte spritzige Dialoge zu bieten und auch Smoking war letztendlich ein viel interessanterer Film. Reitman ist ein toller Regisseur, keine Frage, doch mit Young Adult liefert er meiner Meinung nach nicht mehr als einen nett gemachten kleinen Film ab, der hinter seinen Erwartungen und Möglichkeiten zurückbleibt.
Ich freue mich drauf. Ich mag den Stil von Reitman. Juno ist einer meiner liebsten "kleinen" Filme. Wird definitiv gesichtet der Film!
Sehr schön geschrieben, aber ne leichte Ernüchterung nach den überragenden Pressestimmen. Werde mir den Film aber dennoch nicht entegehen lassen!
Ich konnte den Film gerade in einer Sneak-Preview sehen und war sehr überrascht. Viele haben gelacht, ich allerdings war sehr ruhig, weil ich hinter der Oberfläche sehr viel Tragik empfunden habe. Vielleicht gehöre ich da zu einer Minderheit, aber meiner Meinung nach, ist die Oberfläche eine Teeniekomödie und was dadrunter verborgen ist, Drama, was es in sich hat. Ich kann mich den positiven Pressestimmen also vollkommen anschließen.
Allein dem schauspielerischen Talent von Charlize Theron ist es zu danken, dass man über diesen mittelmäßigen Film ein Wort verliert. Sie spielt die etwas unreife, für Teenies schreibende Enddreißigerin erschreckend überzeugend. Die anderen Figuren bleiben blass. Die Ausgangssituation ist wie in unzähligen amerikanischen Filmen bereits geschildert, die Heimkehr nach vielen Jahren in den Ort, wo man aufgewachsen ist. Nur dass Mavis (Theron) beabsichtigt ihren Jugendschwarm (Patrick Wilson), der glücklich verheiratet und gerade Vater geworden ist, zurückzuerobern. Das Vorhaben muss scheitern, aber wie das geschieht, verdeutlicht nur die Hauptdarstellerin bravourös.
Es ist keine Komödie, eher ein Psychogramm einer gestörten, gescheiterten Frau, die man nur bemitleiden kann. Ihr wunderschönes Gesicht verfinstert sich, erstarrt in Eiseskälte, wobei es eine potentielle tödliche Gefahr ausstrahlt oder es wirkt nach durchsoffener Nacht leicht derangiert. Sie zeigt neben kurzen Einblicken in ihr Innenleben auch noch Reaktionen auf diese hinterwäldlerische, spießige Welt von Losern. Da bleibt vieles aber an der Oberfläche. Lediglich das Geschwisterpaar (Collette Wolfe, Patton Oswalt) hebt sich durch differenziertere Darstellung von den übrigen etwas ab. Diese beiden geben Mavis sogar Impulse für eine mögliche Weiterentwicklung, deren Auswirkungen aber am Ende offen bleiben. Man fragt sich, ob Mavis ein anderes, neues Leben beginnen kann? So ist das alles nichts Besonderes.
Mein Geburtstagsfilm 2012.
Jason Reitman hat mich auch mit seinem 4 Film überzeugt.
Er versteht es wie kaum ein anderer realistische Charaktere und deren Probleme zu zeigen.
Charlize Theron liefert in diesem ganz auf sie fokussierten Film eine beeindruckende Leistung ab und zeigt mal wieder Mut zu einer Rolle, die andere Schauspielerinnen sofort abgelehnt hätten.
Neben Theron überzeugt King of Queens Darsteller Patton Oswalt, wirklich tolle Leistung, die er hier abliefert, wobei er natürlich auch die sympathischste Rolle im Film hat, alleine schon mit seinem selbst gemachter Bourbon, der den Namen: Mos Eisley Special Reserve trägt, sammelt er jede menge Pluspunkte.
Fazit: Wer mit den bisherigen Filmen von Reitman was anfangen konnte macht mit Young Adult nichts falsch.


